Allerheiligen - Allerseelen

Tollkirsche

Foto: Kristin Peters -Tollkirsche

Liebe Freunde und liebe Interessierte,

ein Zyklus geht zu Ende. Am 31. Oktober feiern wir das Jahreskreisfest Allerseelen, Samhain, Allerheiligen oder Halloween. Damit geht ein Jahr zu Ende. Dieses Jahreskreisfest trägt die Symbolik des Samenkorns in sich, daß aus der abgestorbenen Ähre auf die Erde fällt und schläft. Und mit dem Sterben und Schlafen in der Natur beginnt auch ein neuer Zyklus. Denn nur mit dem Sterben und Loslassen, kann Neues entstehen.

Ursprünglich wurde Halloween oder Samhain, das Ahnenfest, zum Vollmond im Schlachtemonat November gefeiert. Für unsere Vorfahren begann mit diesem Jahreskreisfest ein neues Jahr. Erst unter Einfluß des römisch-kirchlichen Zeitverständnisses wurde daraus der kalendarisch festgelegte Tag und der Jahresbeginn verschob sich auf den 01. Januar. Zu Samhain ist die Herrschaft der Erntegötter nun endgültig vorbei. Mit dem Novembervollmond beginnt die Zeit des Totengottes Samhain und der schwarzen Göttin Morrigan. Samhain ist ein Jäger und Schlächter. In den Mythen unserer Vorfahren erlegt er den Sonnenhirsch, der Hirsch mit dem golden Geweih, der symbolisch für die Sonne steht. Dessen Gattin, die Vegetationsgöttin, raubt er und verschleppt sie in sein unterirdisches Reich. Sie herrscht dort als Totengöttin, hütet die Seelen der Verstorbenen, die schlafenden Samen und die im Winterschlaf erstarrten Tiere.

Die Kraft des Lebens zieht sich zur Regeneration in die Erde zurück. Die Menschen und das Vieh suchen die Geborgenheit von Haus und Stall. Die Vögel sammeln sich und fliegen nach Süden. Alle Vorräte sind in der Scheune, im Keller, Faß und Speicher. Alles, was jetzt noch draußen ist, gehört den Geistern, ist "puca". Es werden auch keine Heilkräuter mehr geerntet, dafür wird das Holz geschlagen und Vieh geschlachtet. Mit diesem Fest beginnt die Zeit des Träumens, in der wir er-träumen, er-schaffen, um dann zum Julfest, zur Wintersonnenwende, neu geboren zu werden. Tatsächlich hält im November die Natur den Atem an, die Stille liegt schwer über dem Land und alles richtet sich scheinbar nach innen. In diesem stillen, lauschendem Fest erinnern wir uns unserer Abgründe, spüren vielleicht den Ruf der Ahnen und lernen loszulassen. Bei diesem Fest liegt es nah, sich auf die Bedeutung von Tod und Wiedergeburt zu besinnen.  

Die Tollkirsche ist eine der Pflanzen, die diese Zeit symbolisiert. Allein ihre Namen zeugen von ihrer Wirkung: Dollkraut, Hexenbeere, Höllenkraut, Irrbeere, Möderbeere, Teufelskirsche, Rasewurz, Walkerbaum, Wolfskirsche, Wutbeere usw. Ihre tief schwarzen Beeren sind nun reif. Wahrscheinlich haben schon keltische MagierInnen an diesem Hexenfeiertag eine "Flugsalbe" aus dieser giftigen, tropanalkaloidhaltigen Pflanze bereitet und angewandt. Sie wirkt nachweislich psychoaktiv, sie kann Halluzinationen erzeugen und war ein wichtiges Aphrodisiaka, da sie auch sexuell stimulierend wirkt. Die Germanen fügten sie gern ihrem Göttertrank Met zu. Die Wurzel der Tollkirsche wurde von den thessalischen Hexen mit Wein zu einem enorm wirksamen Liebestrank zubereitet. Im Mittelalter war sie ebenfalls ein beliebter Zusatz zu Trünken, die "zur Unkeuschheit reizen" sollten. Jedoch kam es bei deren Einnahme immer wieder zu schweren bis tödlichen Vergiftungen. Sie ist bis heute eine wichtige Heilpflanze. Sie wurde erfolgreich als schmerzlinderndes Mittel bei fiebrigen Erkrankungen, als Hustenpräparat und vor allem zur Behandlung von Keuchhusten benutzt. In der Antike galt sie als wichtiges Schmerzmittel, Zauber- sowie Schutzpflanze und wurde zur Behandlung seelischer Erkrankungen eingesetzt. In kleinen Dosen klärt sie den Verstand und verbessert die Gedächtnisleistung. Heute wird der Inhaltsstoff Atropin in Kleinstmengen in krampflösenden Mitteln und Narkotika genutzt. Ebenso wird sie häufig in der Homöopathie verwendet.

Liebe Freunde und Interessierte, auch in diesem Jahr hält die Papaver Heilpflanzen-Manufaktur eine Auswahl heilsamer und kulinarischer Produkte aus Wild- und Heilpflanzen für Sie bereit. Neben 25 Tinkturen, 6 Heilölen, 5 Salben, 19 Räuchermischungen, 3 Sorten Papaver Haustee, 10 verschiedenen Sirups, 17 Sorten Likör (der Haselnußlikör ist wieder dabei) gibt es diesmal auch Schwedenbitter nach alter Handschrift und 19 Geschenksets für Schönheit und Wohlbefinden. Sie können ab November nach Terminvereinbarung gern vorbeischauen, sich beraten lassen und aus der Fülle des Angebots wählen. Zusätzlich habe ich für Sie ein weiteres Schmankerl. Gemeinsam mit Katharina Meffert von der Sidhera Bewußtseinsschule haben wir den Adventzauber in Neukölln für Sie kreiert.

Für alle, die an Wildfrüchten interessiert sind, ist folgender Beitrag in Gesund, ein deutschlandweiter Beilieger, am 15. Oktober 2010 erschienen: Vergessene Früchte.

Termine

Das nächste Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde ist am 28. Oktober 2010 um 18 Uhr. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Allerseelen oder Samhain. Ein weiteres Seminar in diesem Jahr findet am 16. Dezember 2010 statt. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/


Adventzauber in Neukölln:
In der Adventszeit öffnen wir, die Sidhera Bewußtseinsschule - Katharina Meffert und die Papaver Heilpflanzen-Manufaktur - Dr. Kristin Peters, für Sie unsere Türen und möchten Ihnen mit Außergewöhnlichem den Advent verzaubern. Freuen Sie sich auf individuelle Kreationen, liebevoll Handgefertigtes, Heilsames, magische Klänge und Spiritualität an zwei Standorten in Neukölln.

24. November 2010 von 14 bis 21 Uhr
(18 bis 19 Uhr schamanisches Trommeln & Kraftlieder) und 11. Dezember 2010 von 11 bis 19 Uhr (15 bis 16 Uhr schamanisches Trommeln & Kraftlieder)
Sidhera Bewußtsseinschule: Berthelsdorfer Str. 8, 12043 Berlin
Papaver Heilpflanzen-Manufaktur: Schmollerplatz 22, 12435 Berlin

Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet am 18. Januar 2011 und endet am 05. April 2011. Sie findet wieder am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt.  http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/

Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im kommenden Jahr. Am 17. Januar 2011 geht es los, vierzehntägig, Montags von 18.30 bis 21 Uhr. Der letzte Termin ist der 28. März 2011. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/


Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche und gemütliche Zeit, die Ihre Regeneration unterstützt, sowie Kraft und Erfolg für alle Ihre Vorhaben. Mit lieben Grüßen

Ihre Kristin Peters


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Dr. Kristin Peters

Tel: 030/ 53 21 99 89
E-Mail: post@kristin-peters.de
http://www.kristin-peters.de//

Schmollerplatz 22
12435 Berlin