Erntedank

Kloster Lehnin 

Foto: Kristin Peters - Kloster Lehnin

Liebe Freunde und liebe Interessierte,

aufgrund technischer Probleme erhalten einige Leser diesen Rundbrief verspätet, andere Leser erhalten ihn ein zweites Mal. Dafür möchte ich mich herzlichst entschuldigen und hoffe, daß Sie trotzdem Freude daran haben.

Nach diesem so milden, herrlich warmen und sonnenreichen Wochenende (11./12.09.) fällt es vielleicht etwas schwer, den Herbst zu begrüßen. In die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, die vom 20. bis 23. September gefeiert wird, fällt auch der kalendarische Herbstbeginn. In der Natur hat sich der Wandel vom Spätsommer zum Frühherbst bereits vollzogen. Das Wesentliche ist vollbracht. Einige Früchte werden zwar noch geerntet, wie Nüsse, Wein und Obst, im Großen und Ganzen ist die Ernte aber eingebracht und das vegetative Leben stirbt allmählich.

In der letzten Rundmail schrieb ich, daß ich mich besonders auf dieses Jahreskreisfest - Erntedank oder Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche - freue. Und doch schwingt die Melancholie des Abschieds im Erntedankfest für mich mit. Die Tage werden schon seit der Sommersonnenwende kürzer, dennoch wird es erst jetzt für mich spürbar. Die Sonne verabschiedet sich langsam, die Dunkelheit nimmt zu, es wird deutlich kühler und die Aktivitäten verlagern sich langsam wieder nach innen, ins Geborgene und Warme. Mit Erreichen des Gleichgewichtspunkts ist der Tag und die Nacht gleich lang, nur für einen kurzen Augenblick, dann ist die helle Jahreshälfte zu Ende und die dunkle Zeit beginnt. Wie ein letztes Aufbäumen, ein großes sich-Verneigen vor der Fülle, der inneren und äußeren Gaben, so wird dann auch Erntedank als ein Höhepunkt vor dem kommenden Sterben gefeiert.

Die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche bezeichnet ein großes Opferfest, bei dem das Licht der Dunkelheit übergeben wird. Innerhalb des Tierkreises ist es der Zeitpunkt, an dem die Taghälfte in die Nachthälfte übergeht. Die Herrschaft von Lugus, dem feurigen, und der Matrone mit dem Füllhorn erreicht mit dem Erntedankfest seinen Höhepunkt. Bis zu Halloween, Samhain oder Allerseelen sind sie das bestimmende Götterpaar. Die letzten Wochen der Herrschaft des Lug und der Matrone gleichen einem Sonnenuntergang. Die Nacht des Jahres bricht herein, bald werden Samhain, der Totengott, und die schwarze Göttin Morrigan die Macht übernehmen in der Vorstellung unserer Vorfahren. Lug und die Matrone sind die Götter des Ackerbaus und der Ernte. Sie haben reichlich Nahrung geschenkt, und dafür dankten ihnen die Menschen. Früher wurden dazu auf den Feldern Korngaben und Feldfrüchte zurückgelassen, auf Altären wurde Obst und Gemüse sowie neuer Wein und frisches Bier geopfert. Noch heute werden Mandalas aus den Früchten der Ernte gelegt, wobei jeder Abschnitt des Kreises einen Monat des Jahres darstellt.

Das Samenkorn ist reif und hängt an der Ähre - so die Symbolik dieses Jahreskreisfestes. Die Ernte wird eingebracht. Ein herrlicher Augenblick, zu verharren und auf seine Ernte zu schauen. Die Arbeit ist getan. Es ist an der Zeit ein Freudenfest zu feiern und für das Erreichte, Erhaltene, Geschenkte, im Außen wie im Innern, zu danken. Was ist meine Ernte dieses Jahr? Was sind meine Gaben? Konnte ich diese Gaben in die Welt verströmen? Wofür bin ich dankbar? Das können Fragen sein, die uns beim Feiern dieses beschwingten Festes begleiten können.

Wie in der letzten Rundmail schon angedeutet, ist nun eine gute Zeit Bilanz zu ziehen und zu prüfen, was die Erfahrungen in diesem Jahr sind. Vielleicht gehören neue Einsichten, Gesundheit, ein schöner Urlaub, Geldsegen, Anerkennung oder eine neue Wohnung dazu. Was es auch immer sei, in unserem "Höher-Weiter-Besser-Streben" ist nun ein wunderbarer Augenblick mit diesem Fest gekommen, innezuhalten, das Erreichte wahrzunehmen, sich zu freuen, die Erfahrungen anzuerkennen, die geleistete Arbeit zu sehen, dankbar zu sein und das Erhaltene zu teilen. Die Auseinandersetzung mit Geld und Erfolg, den Umgang mit den eigenen Finanzen paßt ebenso hervorragend in diese Zeit.    


Im Herbst zeigen sich einige eßbare Kräuter noch einmal von ihrer besten Seite. Übereinstimmend gab es in "Gesund" vom 03. September 2010 folgenden Beitrag: Gänseblümchen lecker zubereitet.


Termine

Am 15. September 2010 berichte ich über Wirkungsweisen von Liebespflanzen aus dem heimischen Garten in der Talkshow des Erotischen Salons. Seit 2005 stellen Silke Maschinger und Enno E. Peter in der Talkshow des Erotischen Salons Menschen vor, die sich mit den Bereichen Erotik und Sexualität auseinander setzen. Respektvoll, humorvoll und doch immer wieder auch kritisch befragen sie ihre Experten, was ihr Leben und ihre Arbeit mit dem Thema verbindet. Die Salon-Besucher können zuhören, Fragen stellen oder sich hinterher mit anderen aufgeschlossenen Gästen unterhalten. Anmeldungen und weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.erotischer-salon.de/category/zukuenftige-veranstaltungen/

Das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde ist am 16. September 2010 um 18 Uhr. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Erntedank oder Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Das nächste Seminar findet am 28. Oktober 2010 statt. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/

Zwei Herbst-Kräuterwanderungen kann ich Ihnen diesmal anbieten:

Am 18. September 2010 findet eine davon im Briesetal statt. Wir treffen uns um 10.15 Uhr auf dem S-Bahnhof Borgsdorf und starten von dort in eines der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes. Im Mittelpunkt stehen die Heilpflanzen des Herbstes. http://www.kristin-peters.de/Briesetalwanderung/Berlin/48/ Evtl. gibt es eine letzte Briesetalwanderung in diesem Jahr am 10. Oktober 2010.

Die zweite Kräuterwanderungen ist am 19. September 2010 um 10 Uhr im Erpetal. http://www.kristin-peters.de/Kraeuterwanderung/Berlin/11/ Eine weitere Wanderung im Erpetal zu den Heilpflanzen des Herbstes gibt es am 02. Oktober 2010.

Am 30. September 2010 führe ich ein Seminar mit dem Titel: "Das geht mir an die Nieren - Schutz und Unterstützung im Alltag" im Rahmen der Akademie der Björn-Schulz-Stiftung durch. Genauere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: http://www.bjoern-schulz-stiftung.de/vortraege-143.html

Vom 23. bis 29. Oktober 2010 findet die 13. Berliner Hospizwoche statt. Sie möchte informieren über Perspektiven für ein Leben bis zuletzt. Nutzen Sie die vielfältig gestaltete Woche um Einrichtungen der Hospizbewegung dieser Stadt und ihr lebensbejahendes Programm kennenzulernen. http://www.hospizwoche.de/

Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startete am 07. September 2010. Die nächste Phytotherapie-Ausbildung beginnt am 18. Januar und endet am 05. April 2011. Sie findet wieder am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt.  http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/

Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im kommenden Jahr. Am 17. Januar 2011 geht es los, vierzehntägig, Montags von 18 bis 20.30 Uhr. Der letzte Termin ist der 28. März 2011. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/

Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich hoffe, Sie haben Zeit und Muße zum Innehalten und sich Erfreuen. Ich wünsche Ihnen ein wunderbares, reiches Erntedankfest.

Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht.

Mit liebem Gruß
Ihre Kristin Peters

 

 
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Dr. Kristin Peters

Tel: 030/ 53 21 99 89
E-Mail: post@kristin-peters.de
http://www.kristin-peters.de//

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12435 Berlin