![]() | Erstfrühling![]() Foto: Kristin Peters
Liebe Freunde und liebe Interessierte, nun scheint es wieder sehr schnell zu gehen. Kaum sind die Frühlingsblüher in kräftigen Farben zu bewundern, sind auch schon die ersten grünen Blätter ausgetrieben. Der Vorfrühling, der meist Ende Februar oder Anfang März beginnt und durch die Blüte von Haselnuß, Schneeglöckchen, Schwarz-Erle und Salweide gekennzeichnet ist, ließen wir bereits hinter uns. Sobald die überschüssige Winterfeuchtigkeit von den Böden verschwunden ist, beginnt die landwirtschaftliche Tätigkeit, die mit der Aussaat des Sommergetreides endet. Der darauffolgende Erstfrühling äußert sich durch die Blüte von Forsythie, Stachel- und Johannisbeere, später von Kirsche, Pflaume, Birne, Schlehe und Ahorn. Das Sommergetreide geht auf, Dauergrünland ergrünt. Dann treiben die Blätter von unseren Laubbäumen, zunächst Roßkastanie und Birke, etwa eine Woche später auch Rotbuche, Linde und Ahorn. Die Bauern beginnen mit der Aussaat von Kartoffeln und Futterrüben. Wir sind also mittendrin im lang ersehnten Frühling. Das nächste Jahreskreisfest ist demnächst Walpurgis oder Beltane, daß wir in ca. 4 Wochen begehen können. Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, das vergangene Ostara-Jahreskreisfest, liegt ca. 2 Wochen hinter uns und die Gleichgewichts- und Wachstumskraft ist weiterhin deutlich spürbar. Viele können in dieser Zeit den Energieschub, das Aufsteigen der Lebenskraft und Lebensfreude wahrnehmen. Wenn das derzeit nicht so gut klappen sollte, lohnt es sich, Frühlingskräuter zu sammeln und in Salat, Quark, Frischkäse, als Soße zu Nudeln, in Suppen oder gar als Frischpreßsaft zu sich zu nehmen. Sie verschenken gern von ihrer unbändigen Vitalität. Neben Bärlauch, Wunderlauch und anderen Wildlaucharten, stehen zur Zeit Knoblauchsrauke, Löwenzahn, Schafgarbe, Sauerampfer, Brennessel, Frühlings-Scharbockskraut, Vogelmiere, die ersten Hopfensprossen, Giersch und viele andere Wildpflanzen zur Verfügung. Sie sind nicht nur ausgesprochen delikat sondern auch sehr vielseitig in der Küche einsetzbar. Des weiteren strotzen sie nur so vor Vitaminen, Mineralen und vielen weiteren bekannten und unbekannten Inhaltsstoffen. Eines meiner Lieblings-Frühlingskräuter ist der Gundermann oder die Gundelrebe. Sie ist hübsch anzusehen mit ihren herzförmigen Blättern und den blauvioletten Blüten. Gundermann hat sich u.a. reichlich mit ätherischem Öl eingedeckt, was ihm ein typisches Aroma verleiht. Es ist eine kriechende Pflanze, die sich als schmackhafter Bodendecker im Garten anbietet. Er gehörte bis zur unsäglichen Einführung des Reinheitsgebotes zu den Heilpflanzen, die auch zum Bierbrauen verwendet wurden. Durch seinen kräftigen Geschmack und Geruch kann er kulinarisch als Solist eingesetzt werden, paßt jedoch des weiteren in Wildkräutermischungen für Salat und Co, wenn man nicht zu viel von ihm nimmt. Sein Geschmack ist angenehm würzig bis scharf, leicht minzig und frisch. Von Fleischspeisen über Erfrischungsgetränke, Aufstrich, Fischfüllungen, Pesto, Dips, sogar Kuchen und Eis reichen die Rezepte, die auf diese leckere Wildpflanze zurückgreifen. Einige von Ihnen haben die Gundelrebe im Garten und wissen es lediglich nicht, sicherlich viele von Ihnen sind an an diesem Pflänzchen schon vorbei gelaufen. Es kommt auf Wiesen, Weiden, Rasenflächen, Auenwäldern, Waldrändern, Hecken und Böschungen vor. Es bevorzugt frische bis nasse, nährstoffreiche, lockere Lehmböden. Gundermann gehört zu den Pionierpflanzen und ist verbreitet. Zudem ist Gundermann eine alte Heilpflanze, deren Name noch ins germanische zurückgeht. „Gund“ bedeutet im germanischen Sprachgebrauch Eiter und zeigt damit seinen Nutzen an. Auch heute können eitrige Wunden und Krankheiten mit eitrigem Auswurf mit Gundermann behandelt werden, wie Bronchialerkrankungen, chronischer Schnupfen und Husten, Ohrklingen durch Schleimansammlung oder schlecht heilende Wunden. Er wirkt entzündungshemmend, stoffwechselfördernd, schleimlösend und regt Blase und Niere an. Als Heilmittel verwendet man das Kraut während der Blütezeit. Die Saison hat begonnen und ich kann Ihnen eine Reihe von Veranstaltungen, Vorträgen und Ausbildungen anbieten. Besonders sei auf den Heipflanzen-Workshop hingewiesen, der jetzt terminiert ist. Ich freue mich auf Sie!
Eine weitere Phytotherapie-Ausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet am 26. April 2011 und endet am 26. Juli 2011, wie gewohnt hier in Berlin. Sie findet immer Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. Sie ist für alle Interessierte offen, auch ohne Vorkenntnisse. http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Ein weiteres Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 28. April 2011 um 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Walpurgis oder Beltane. Das nächste Seminar ist am 23. Juni 2011. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen ein fruchtbares Wachstum, Freude und Begeisterung und ein gesegntes Osterfest.
Mit lieben Grüßen Ihre Kristin Peters Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. ![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |