![]() | Goldener Herbst![]() Foto: Kristin Peters
Liebe Freunde und liebe Interessierte, den diesjährigen goldenen Herbst habe ich bisher in vollen Zügen genossen. Hat uns der Sommer doch reichlich Regen beschert, zeigt sich dagegen der Herbst von seiner schönsten Seite. Es ist nun schon Vollherbst, der sich durch die Reife von Stieleiche, Roßkastanie, Quitte und Walnuß auszeichnet. In dieser Zeit beginnen viele Wildbäume ihr Laub zu verfärben, unter anderem Roßkastanie, Rotbuche, Eiche, Esche und der "Wilde Wein". Bei den Kulturbäumen fallen bereits die ersten Blätter. Selbst der schönste Herbst geht rasch vorbei. Erntedank, den wir unlängst feiern konnten, liegt ca. 2 Wochen hinter uns. Das kommende Jahreskreisfest Samhain, Allerseelen, Allerheiligen oder Halloween begehen wir in ungefähr 4 Wochen, genauer am 31. Oktober bzw. 01. November. Dann werden die meisten Blätter von den Bäumen gefallen sein und die Natur beginnt ihren Winterschlaf. Noch ist jedoch Erntesaison. Bis zum Jahreskreisfest Allerseelen oder Samhain können Heilpflanzen in der Natur gesammelt werden. Vor allem die Früchte und Wurzeln stehen jetzt im Vordergrund. Die Früchte leuchten uns oft schon von weitem entgegen und machen farbenfroh auf sich aufmerksam, wie die Hagebutten, Schlehen, Berberitzen, hier und da auch noch Vogelbeeren, Brombeeren, die Beeren des Weißdorns, die tatsächlich kleine Apfelfrüchte sind, Elsbeeren, natürlich Eicheln und Kastanien oder die Quitten im Garten. Oftmals sind sie auch wichtiges Wildfutter. Dagegen sind die Wurzeln für uns verborgener, erst beim Ausgraben werden wir ihnen habhaft. Eine dieser heilsamen Wurzeln, die nun geerntet werden können, gehört dem Beinwell, den ich Ihnen kurz vorstellen möchte. Beinwell ist eine heimische Wildpflanze, die ebenso Wilder Komfrey oder lateinisch Symphytum officinale genannt wird. Es ist sichtbar und fühlbar, daß er zu den Borretschgewächsen zählt. In Gärten wird er ebenfalls angebaut. Beinwell liebt tiefgründigen, feuchten, nährstoffreichen und stickstoffhaltigen Boden. Die jungen Blätter und Triebe kann man essen (wie auch die Blüten), für Fleisch- und Reisröllchen verwenden und aus ihnen Tee bereiten. Die älteren, großen Blätter eignen sich hervorragend zum Mulchen im Garten oder ergeben eine nährstoffreiche Jauche. Die Blätter können, wenn die Pflanze immer wieder zurückgeschnitten wird, den ganzen Sommer hindurch bis zum ersten Frost geerntet werden. Dann ist es Zeit, die Wurzel zu ernten. Sie ist eines der besten Heilmittel für die Genesung äußerer und innerer Wunden. Zu Umschlägen oder Salbe verarbeitet wird sie bei Verstauchung, Verletzung der Knochenhaut und des Gewebes, Kniegelenkentzündung, Knochenbruch, Bluterguß, Verrenkung, Muskel- und Sehnenzerrung, auch Sehnenentzündung, Knochen- und Rippenfellentzündung, Sportverletzung, Tennisarm, Arthrose, Gelenkschmerz, schmerzhaften Krämpfen nach Amputation, Schnittwunden, Kratzern, Quetschungen sowie Rheuma- und Gichtschwellung eingesetzt. In der Wurzel befindet sich das meiste Allantoin, welches für die Zellbildung bei der Heilung von Wunden benötigt wird, besonders wenn sie schwer heilen oder eitrig sind. Umschläge und Salbe wirken wundheilend, gewebebildend, zellerneuernd, entzündungswidrig, schmerzstillend, abschwellend und enthalten Schleimstoffe sowie Vitamin B 12. Das Wundenwachstum wird anregt und beschleunigt sowie die Bildung des Kallus gefördert. Früher wurden die Wurzeln des weiteren dunkel geröstet, anschließend vermahlen und als Röstgetränk (Kaffee) gekocht. Und auch Pilze haben noch Saison, in diesem Jahr sogar schon das zweite Mal. Viele Pilze sind mykorrhizal, das heißt, sie gedeihen in Symbiose mit den Wurzeln bestimmter Bäume. So kann der Fliegenpilz nur mit Birken, Kiefern oder Pinien leben. Die Krause Glucke kommt dafür am Fuße alter Kiefern oder Kiefernstubben vor. Andere Pilze wachsen allein auf Bäumen, wie z.B. der Zunderschwamm, der besonders auf Birken zu finden ist. Der sehr schmackhafte Hallimasch entwickelt sich auf abgestorbenen Bäumen und auf deren unterirdisch verlaufenden Wurzeln. Die Pilze gehören für mich zu den äußerst interessanten Lebewesen, die weder Fisch noch Fleisch sind. In der biologischen Klassifikation bilden sie neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich, sind also nicht Pflanze und nicht Tier. Sie besitzen kein Chlorophyll und müssen sich deshalb wie wir von organischen Nährstoffen aus ihrer Umgebung ernähren, die sie meist durch Abgabe von Enzymen aufschließen und dadurch löslich und für sich verfügbar machen. Sie sind u.a. deswegen näher mit den Tieren verwand. Es zählen sowohl Einzeller, wie die Backhefe, als auch Vielzeller, wie die Schimmelpilze und die Ständerpilze, z.B. Marone, Steinpliz, usw., dazu. Sie vermehren und verbreiten sich sowohl geschlechtlich und ungeschlechtlich durch Sporen, deshalb ist es wichtig ältere Exemplare zum Aussporen stehen zu lassen, als auch vegetativ durch Ausbreitung ihrer manchmal sehr langlebigen Myzelien oder Mykorrhizen. Das Myzel einer Hallimaschart aus dem Malheur National Forest (USA) ist mit einer Ausdehnung von 8,8 km² und einem geschätzten Alter von 2400 Jahren eines der ältesten und das größte Lebewesen der Erde. Der Name Pilz geht auf Schwamm zurück, so wie noch heute in mancher Region Schwammerln statt Pilze gegessen werden. Pilze begleiten den Menschen seit Anbeginn und spielen eine große Rolle als Nahrung, Gewürz, Rausch- und Liebesmittel, Medizin, Feueranzünder (z.B. Zunderschwamm) und Biofermenter zur Herstellung von Alkohol, Zitronensäure oder Vitamin C. Sie sind wichtige Zersetzer von totem organischem Material und unterstützen lebende Pflanzen in ihrer Entwicklung. Manche zerstören diese aber auch oder können Krankheiten bei Pflanzen, Tieren und Menschen verursachen. Es gäbe noch viel Interessantes über Pilze zu berichten. Vielleicht mal an anderer Stelle. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Freude beim Sammeln und Verspeisen dieser außergewöhlichen Erdenbewohner. Neuigkeiten Vom 17. bis 23. Oktober 2011 findet die 14. Hospizwoche in Berlin statt. Wieder haben die MitarbeiterInnen der Berliner Hospize und des Hospiz- und PalliativVerbands Berlin e.V. ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, daß eindrücklich Einblicke in die Begleitung von sterbenden und trauernden Menschen gibt. Das Programm finden Sie hier: http://www.hospizwoche.de/ Zwei neue Artikel sind von mir erschienen. Zum einen "Vom Duft der Leidenschaft - Teil 1" im Internetportal "Erotisches zur Nacht" und zum anderen "Heilende Düfte" in der Print- und Online-Ausgabe der "Sein". Im November gibt es zwei Vorträge im Naturheilzentrum "Lebensweise". Am 10. November 2011 spreche ich über "Heilpflanzen für einen gesunden Schlaf" und am 24. November 2011 über "Unterstützung im Alltag bei Verlust und Trauer". Siehe unter Termine Termine Lebendige Weiblichkeit - Ein Heilkreis für Frauen startet am 05. November 2011 und begleitet Sie ein Jahr lang mit insgesamt 13 Terminen. In diesem Heilkreis für Frauen verbinden wir Naturheilkunde und schamanische Rituale mit der Tradition der Weisen Frauen. Getragen wird der Heilkreis von den Rhythmen der Natur und der Weiblichkeit. Er unterstützt Sie im Alltag Ihre individuelle Weiblichkeit zu leben und dabei zu sich selbst zu finden. Detaillierte Informationen hier: http://www.kristin-peters.de/frauenheilkreis/Berlin/58/ Die Phytotherapie-Ausbildung, für alle die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet wieder am 17. Januar und endet voraussichtlich am 03. April 2012. In der dreimonatigen Ausbildung vermittle ich die Grundlagen der Pflanzenheilkunde. Sie lernen in kleiner Gruppe Heilpflanzen und ihre Anwendungen intensiv kennen. Weitere Informationen hier: http://www.kristin-peters.de/phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Des weiteren gibt es 2 Workshops zur Räucherheilkunde: Nun noch die letzten Termine für Kräuterwanderungen in diesem Jahr: Für Interessierte am Räuchern: das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 27. Oktober 2011 um 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Samhain oder Allerseelen. Das nächste Seminar ist am 15. Dezember 2011. Sehen Sie auch hier: http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/ In dem von Nicola Cordes neu eröffneten Naturheilzentrum "Lebensweise" am Hohenzollerndamm 53 werden ab November regelmäßig Vorträge, Veranstaltungen und Ausbildungen stattfinden:
"Heilende Düfte" ein Beitrag in der Print- und Online-Ausgabe der Sein: http://www.kristin-peters.de/beitraege/Berlin/79/
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen noch wunderbare Herbststunden und weiterhin reiche Ernte. Mit lieben Grüßen Ihre Kristin Peters Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. ![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |