![]() | Hochsommer
Foto: Kristin Peters
Liebe Freunde und liebe Interessierte, Sie erinnern sich bestimmt noch, wie dieses Jahr begann. Es wollte nicht warm werden und die Sonne schaffte es nicht sich durchzusetzen. Inzwischen haben wir das Jahreskreisfest Sommersonnenwende hinter uns gelassen, das Schnitterfest bzw. Lughnasad findet in ca. 3 Wochen statt und wir sind mitten im Hochsommer. Nun zeigt sich die Sonne von ihrer intensivsten Weise. Seit Wochen scheint sie unaufhörlich und die Regentrude liegt im tiefen Schlaf.
Theodor Storm schrieb 1863 die "Regentrude", ein wunderbares Märchen. In eindrucksvoller Art schilderte er einen besonders heißen Hochsommer, in dem sich wie in jedem Märchen die "Guten" aufmachen müssen, Abendteuer zu bestehen, um am Ende die Regentrude zu wecken. "Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern. Es war an einem Vormittag. Die Dorfstraßen standen leer; was nur konnte war ins Innerste der Häuser geflüchtet; selbst die Dorfkläffer hatten sich verkrochen. ..." Mit der Blüte der Sommer-Linde, Wegwarte und Kartoffel befinden wir uns Hochsommer. Die Winter-Linde blüht ebenfalls und in den Gärten reifen die Johannisbeeren. Wichtigstes landwirtschaftliches Ereignis ist die Getreideernte, die mit dem Schneiden des Winterrapses beginnt. Es folgt die Ernte der Wintergerste, am Ende schließlich die von Winterroggen und Hafer. In meinem Rundbrief zum Vollfrühling erwähnte ich den hundertjährigen Kalender. Bis zum Mai trafen die Prognosen noch zu und sagten ein recht verregnetes und kaltes Jahr voraus. Im Juni und im soeben begonnen Juli kann von "verregnet" keine Rede sein, so ist es keinesfalls kalt und wir haben tatsächlich schon Hochsommer. Die intensivste Kraftentfaltung der Sonne bahnt sich an und ihre destruktive Seite läßt sich mehr als erahnen. Aus der lebenspendenden Kraft der Sonne, die alles wachsen und gedeihen, fruchten und reifen läßt, wird allmählich die zerstörerische Kraft des Verbrennens und Verdorrens. Jetzt gewinnt der Gegenpol, das Wasser, die kühlende Nacht, Schatten und die Mondkräfte an Bedeutung und erinnern damit an die Wichtigkeit des Gleichgewichts. Diese Zeit des Reifens und der Fülle ist auch Erntezeit. Wir erleben die üppige, reiche und verschwenderische Seite der Natur. Früchte, Getreide, Kräuter und Gräser werden geerntet und haltbar gemacht. Eine Heilpflanze, die die Sonne scheinbar zu lieben scheint, ist das Johanniskraut. In den Augen der Germanen besaß die Sonne die Kraft alles Dunkle und Kranke zu bannen. Ein irdisches Abbild des leuchtenden Himmelskörpers erkannten sie in den gelben Blüten des Johanniskraut. Das echte Johanniskraut wählt nur helle, warme und trockene Standorte, die 5 Blütenblätter erinnern an ein Sonnenrad mit Strahlenkrone. Eine wahre Sonnenpflanze. Das Johanniskraut speichert sozusagen die Sonne in seinen Blüten und gibt diese intensive Kraft bei seiner Anwendung an uns ab. Es ist so licht- bzw. sonnendurchflutet, daß von einer Einnahme an Sonnentagen abzuraten ist. Es kann die Haut so sensibilisieren, daß sie auf Sonneneinwirkung allergisch reagieren kann. Heiler und Arzt Paracelsus sagte: „… es ist eine Universalmedizin für den ganzen Menschen…“. Es wirkt schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend, sekretionsanregend, wundheilungsfördernd, stimmungsaufhellend, beruhigend, angstlösend und antidepressiv. Es ist eins der vielseitigsten und am meisten eingesetzten Heilkräuter und wird auch als „Sonnenschein der Seele“ bezeichnet. Johanniskraut gilt als uraltes Hausmittel gegen depressive Verstimmung, leichte Depressionen und nervöse Spannungen. Es stärkt und beruhigt die Nerven und pflegt die Seele. Es hilft bei Schlaflosigkeit und hat die einzigartige Fähigkeit, in die Nervenendungen einzudringen und so Schmerzen zu beseitigen und Reizungen des Nervensystems zu lindern. Beschwerden in den Wechseljahren und Menstruationskrämpfe werden seit langem erfolgreich mit Johanniskraut behandelt. Aus den Blüten können Sie sich unkompliziert ein Johanniskrautöl herstellen, daß äußerst heilkräftig und vielseitig einsetzbar ist. Beispielsweise kann es bei kleinen Wunden, Prellungen, bei Blasen und Frostbeulen, bei Geschwüren und schmerzenden Narben, als Einreibung bei Muskelverletzungen und Blutergüssen, als Massageöl bei Rücken- und Gliederschmerzen sowie Hexenschuß hilfreich eingesetzt werden. Besonders heilend ist es bei Sonnenbrand, dennoch sollten Sie nicht damit in die Sonne gehen. Das Öl wirkt schmerzstillend, stärkend, antiviral und antibakteriell, entkrampfend und beruhigend. Probieren Sie es als Vollbad bei kaltem, ungemütlichem Wetter - es hellt Ihre Stimmung auf. Liebe Freunde und liebe Interessierte, ich möchte Sie noch auf meine nächsten Veranstaltungen hinweisen. Kräuterwanderungen zu den Heilpflanzen des Sommers finden im Erpetal und Briesetal statt. Wie man sich aus den Kräutern, die wir zur Zeit ernten können, Tinkturen, Heilöle und Salben herstellt, erlernen Sie im Heilpflanzen-Workshop, der Anfang August in Burgwall durchgeführt wird. Bei Bedarf kann ein weiterer Termin anberaumt werden. Ich möchte Sie noch darauf aufmerksam machen, daß am 07. September die Phytotherapieausbildung beginnt, Sie können sich gern anmelden. Auch die Aufbauausbildung wird Anfang September starten. Zuletzt möchte ich noch den gemeinsamen Ausflug nach Horstedt bei Bremen in die Gärtnerei Rühlemanns erwähnen und das nächste Seminar zur Einführung der Räucherheilkunde, daß auch Anregungen zum kommenden Jahreskreisfest bereithält. Termine
Eine Kräuterwanderungen zu Heilpflanzen des Sommers findet im Erpetal am 10. Juli 2010 um 10 Uhr statt. http://www.kristin-peters.de/Kraeuterwanderung/Berlin/11/ Eine weitere am 14. August 2010.
Am 17. Juli 2010 und am 28. August 2010 sind weitere Briesetalwanderungen. Wir treffen uns um 10.15 Uhr auf dem S-Bahnhof Borgsdorf und starten von dort in eines der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes. http://www.kristin-peters.de/Briesetalwanderung/Berlin/48/ Das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 29. Juli 2010 ab 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Lughnasad oder Schnitterfest. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/ Ich freue mich, daß ich einen Heilpflanzen-Workshop bei Karin Dornseifer in Burgwall bei Zehdenick-Neuhof vom 06. bis zum 08. August 2010 durchführen kann. Die Besonderheit der Region um Burgwall sind der Reichtum an Tonstichen, die durch ein Naturschutzgebiet erhalten werden, die angrenzenden Havelgewässer und sich abwechselnde Wiesen und Wälder mit einer Vielzahl seltener Pflanzen und Tiere. Der Workshop bietet neben dem Kennenlernen, Bestimmen, Sammeln und Verarbeiten von Heilpflanzen, die intensive Auseinandersetzung mit den Wirkungen und Anwendungen und das Erlernen der Herstellung einiger Tinkturen, Heilöle oder Salben. Dabei sind Sie den ganzen Tag in Wald, Flur und an frischer Luft unterwegs und können den Abend mit gemütlichem Beisammensein und einem Mistelfeuer ausklingen lassen. Informationen zur Unterbringung, Kosten, Versorgung usw. finden Sie hier: http://www.kristin-peters.de/Burgwall-in-der-Tonstichlandschaft/Berlin/26/ oder Sie können mich gern anrufen (siehe unten). Die Anmeldung läuft bis zum 23. Juli 2010. Am 21. August 2010 besuche ich mit einer Gruppe Interessierter die Gärtnerei Rühlemanns in Horstedt bei Bremen. Diese Gärtnerei habe ich hier und da schon öfter empfohlen, weil sie sich auf Kräuter und Duftpflanzen spezialisiert hat und ein herausragendes Angebot an diesen Pflanzen aufweist sowie mit Liebe und großem Wissen überzeugt. Interessierte können sich gern anschließen und sich bei mir informieren bzw. anmelden. Kosten entstehen nur für die Anfahrt, vor Ort für den Eintritt und die eigene Versorgung für den Tag. Für die Organisation durch mich entstehen keine Kosten. http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/ Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet wieder am 07. September und endet am 23. November 2010. Sie findet immer am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. Anmeldungen sind noch möglich. http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im September 2010. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. Auch hierfür können Sie sich nun anmelden. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/ Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und energiegeladene Zeit, viel Freude beim Genießen des Sommers, Urlaubs oder der Ferien, eine reiche Ernte und Erfolg beim Verarbeiten. Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. Mit liebem Gruß Ihre Kristin Peters ![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |