![]() | Sommersonnenwende![]() Foto: Kristin Peters
Liebe Freunde und liebe Interessierte, nun ist es endlich soweit, Morgen beginnt offiziell der Sommer. Gefühlt, hatten wir ihn bereits seit Mai. Sie haben es sicherlich in den Medien verfolgt, es war der heißeste Mai seit 130 Jahren. Mit dem 21. Juni begehen wir gleichzeitig die Sommersonnenwende oder das Jahreskreisfest Johanni. Die Sonne, das Licht zeigt mit diesem Fest seinen Höhepunkt. Es ist die kürzeste Nacht und der längste Tag. In unseren mitteleuropäischen Breiten ist der Tag ca. 17 Stunden hell und es ist der Beginn einer Umkehrbewegung. Somit schwingt ganz leise in der Sommersonnenwende, dieser kraftvollen und lebendigen Feierlichkeit, die Wehmut mit. Was in diesem Jahr gesät wurde, steht jetzt in seiner vollen Blüte und will hin zur Reife wachsen, trägt aber schon das natürliche Ende in sich. Die Sommersonnenwende steht für den Süden, Licht und Luft als Elemente und die Reife. Es gehört in die Zeit der Feuerfeste, in der im Freien große Feuer entzündet und oft übersprungen wurden. Dazu gürteten sich die Menschen mit Beifuß, trugen Kränze aus Gundermann oder hielten Ehrenpreis in der Hand. Sie sprangen von der einen Jahreshälfte in die andere, um Unheil abzuwehren, Krankheiten zu reinigen und die glückselige Ekstase zu feiern. Johanni wurde 12 Tage von unseren Vorfahren begangen. Es stand im Zeichen der roten Göttin oder Blumengöttin und des Sonnengottes Belenos oder Baldur. Sie zelebrierten die heilige Vermählung, die für das Wohlergehen der Erde unerläßlich ist. Nach vorchristlichen Brauch streuten sie Blumenteppiche und duftende Kräuter, um das göttliche Paar einzuladen. Die Sommergöttinnen verkörpern die partnerschaftlichen und mütterlichen Göttinnen. Die Sonnengöttin, die einerseits Leben erhält und anderseits Leben zerstört, steht zu dieser Zeit in enger Verbindung mit ihrem Gegenpol, der kühlenden, nährenden Mondgöttin. Sie beide, die voll entfaltete rote Sonnen- und Mondgöttin in ihrem leidenschaftlich, feurigen, jetzt auch mütterlich-nährenden und schützenden Aspekt, wurden von unseren Vorfahren in dieser Zeit verehrt. In ihnen spiegelt sich ferner der Archetyp der Mutter, der Erfüllung in einer verläßlichen Partnerschaft und in der Mutterschaft sieht. Sie sind des weiteren die Göttinnen der Fülle und des Überflusses, da der Sommer die reiche Ernte von Früchten, Getreide, Kräutern und Gemüse beinhaltet. Die ägyptische Isis, die indische Lakshmi, die römische Juno, die griechische Hera und die germanische Frigg präsentieren diese Göttinnen. Es ist Erntezeit für die Mittsommerkräuter, in im Kräuterbuschen zu 7 oder 9, 77 oder 99 gebunden werden. Johannikräuter sind jene Heilpflanzen, die um die Sommersonnenwende in der jeweiligen Region gesammelt werden können, wie Johanniskraut, Königskerze, Eisenkraut, Kamille, Ringelblume, Holunderblüten, Schafgarbe und viele mehr. Für die Kräuterkundigen beginnt nun die Hauptsaison, die sich bis zum Ende des Frauendreißiger erstreckt. Unsere Vorfahren hielten die geernteten Heilpflanzen kurz ins Mittsommerfeuer. Sie stärkten damit die Heilkraft und trugen dazu den passenden Spruch vor, z.B. "Keine Beule an meinem Leibe, kein Bruch an meinem Fuß." Wer Zukünftiges erträumen möchte, kann sich 9 Kräuter zu Johanni unter das Kopfkissen legen. Neuigkeiten
Wer sich für die Tradition der Weisen Frauen interessiert, kann sich gern in dem von Katharina Meffert und mir erschienen Artikel "Auf den Spuren der Weisen Frauen" informieren. Da es immer mal wieder nachgefragt wird, gibt es im Dezember 2 Workshops zur alten Tradtion der Räucherheilkunde, einen für "Anfänger" und einen für "Fortgeschrittene". Siehe auch unter Termine. Termine Die Phytotherapie-Ausbildung, für alle die Pflanzenheilkunde anwenden möchte, startet wieder am 06. September und endet voraussichtlich am 22. November 2011. In der dreimonatigen Ausbildung vermittle ich die Grundlagen der Pflanzenheilkunde. Sie lernen in kleiner Gruppe Heilpflanzen und ihre Anwendungen intensiv kennen. Weitere Informationen hier: http://www.kristin-peters.de/phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Des weiteren gibt es 2 Workshops zur Räucherheilkunde: Es gibt weitere Termine für Kräuterwanderungen im wunderschönen Naherholungsgebiet Briesetal. Am 02., 16. Juli und 06. August 2011 können Sie mit mir durch das abwechslungsreiche Briesetal wandern und deren Heil- und Wildpflanzen kennenlernen und sammeln. Weitere Informationen hier: http://www.kristin-peters.de/briesetalwanderung/Berlin/48/ Für Interessierte am Räuchern: das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 23. Juni 2011 um 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Sommersonnenwende oder Johanni. Das nächste Seminar ist am 28. Juli 2011. Sehen Sie auch hier: http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/ Unter dem Motto: "Was die Natur zu bieten hat" können Sie an Vorträgen und Führungen von mir auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011 noch im Juni, Juli und September teilnehmen. Die Vorträge und Führungen werden im Kompetenzzentrum GRÜN bzw. im Freizeitgarten des i-Punkts Grün dargeboten, welche sich auf dem großzügigen und abwechslungsreichen Gelände der Festung Ehrenbreitstein befinden. Weitere Informationen hier: http://www.kristin-peters.de/bundesgartenschau/Berlin/55/
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen lebendige, leidenschaftliche Sonnenkraft und ausreichend Rückzug in Kühle, Feuchte und Dunkelheit, damit die Sonne Sie nicht auszehrt. Mit lieben Grüßen Ihre Kristin Peters Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. ![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |