![]() | Sommersonnenwende![]() Foto: Kristin Peters
Liebe Freunde und liebe Interessierte, am 21. Juni beginnt kalendarisch der Sommer. Gleichzeitig begehen wir Johanni oder die Sommersonnenwende, die ursprünglich über 12 heilige Tage gefeiert wurde. Ab dem Maifest bis zu Allerheiligen wurden die Jahreskreisfeste im Freien und mit einem großen Feuer zelebriert.
Die Herrschaft des Sonnengottes Belenos (Baldur) und der Blumen- oder Pflanzengöttin erreicht nun seinen Höhepunkt. Wir erleben den längsten Tag und die kürzeste Nacht mit dem Wissen, daß danach die Tage wieder kürzer werden. So muß auch der Sonnengott einen rituellen Tod sterben. Ab dem Kornfest oder Lugnasad (01. August) übernimmt Lug oder Lugus (Hödur), der Feuergott, mit der Matrone mit dem Füllhorn die Herrschaft. Lug ist es auch, der mit einem aus einem Mistelzweig gefertigten Pfeil den Sonnengott zu Fall bringt. Die Göttin hat sich dagegen von einer Geliebten zu einer Liebenden gewandelt. In roter Mondinnenfarbe erscheint sie, das Leben selbst verkörpernd, bereit zur verpflichtenden Vereinigung, der Heiligen Hochzeit mit ihrem Gegenpol, der Sonne. Als reife Frau wird sie zur Fruchtbarkeit spendenden Ernährerin und Mutter. Voll erblüht regiert sie über den Sommer. Das mythische göttliche Paar vereint die männlichen und weiblichen Prinzipien in allumfassender Androgynität und sprengt damit das dualistische Empfinden. Die Erde mitsamt ihrer Arten- und Formenvielfalt wird so in einem Zustand des Gleichgewichts gehalten. In diesem heiligen Moment erfährt die Welt sich selbst in ihrer Ganzheit. Die heilige Vermählung wurde voller Freude und Lust seit Urzeiten gefeiert. Die Menschen sahen in ihr die Verbindung des Lichts mit der Erde, des Geistes mit der Materie. Alles ist im Wandel. Was in diesem Jahr gesät wurde, steht nun in seiner vollen Blüte und will hin zur Reife wachsen. So symbolisiert die Sommersonnenwende die Knospe, die erblüht und befruchtet ist. Der Same für das Kommende ist gelegt. Bald werden die Blütenblätter fallen. So können wir uns fragen: Was ist in mir erblüht? Bin ich dieses Jahr erblüht? Kommt das, was ich gesät habe, zum Tragen? Kann in mir und durch mich Frucht reifen? Die Sonnenwende galt als weitere Nahtstelle oder Übergangszeit, in der die Menschen der Anderswelt, den Göttern und Naturgeistern begegnen können. So zeugen noch heute Bräuche und Erzählungen von dieser besonderen Zeit. Die Knolle des geschützten Breitblättrigen Knabenkrauts, das im Briesetal gedeiht, wurde zu Johanni gegraben. Zeigte sich eine helle Knolle, besser gesagt "Marienhand", so half sie gegen Krankheiten. http://www.kristin-peters.de/Briesetal-2010/Berlin/47/ Auch glühende Johanniskohlen und Farnsamen wurden gesucht, um sie als Glücksbringer zu nutzen. Überhaupt war man sich sicher, daß Johanniskraut, zur Sonnenwende im Morgentau gesammelt, am heilkräftigsten ist. In Island wälzte man sich an diesem Morgen im Tau, um kräftig und stark zu werden. Mittsommer ist eine typische "Zwischenzeit", in der sich ebenso Kommendes offenbart. Es heißt, wer sich neun Johanniskräuter unter das Kopfkissen legt, träumt Zukünftiges. Besonders zu empfehlen wäre dazu Beifuß, Augentrost, Baldrian, Gundermann, Schafgarbe, Lorbeer, Iriswurzel, Lavendel, Zeder, Mohn, Mädesüß, Mistel, Sandelholz, usw. Auch für Kräutersammler in ganz Europa ist das Mittsommerfest ein Höhepunkt. Neun, manchmal 7, 77 oder 99, Johanniskräuter werden vielerorts noch heute gesammelt. Darunter Johanniskraut, Thymian, Quendel, Beifuß, Eisenkraut, grüne Walnüsse, Holunderblüten, Kamille, Blutwurz, Bärlapp, Farnkraut, Arnika, Ringelblume, Schafgarbe usw. Man hält die Kräuter kurz ins Johannisfeuer, damit ihre Heilkraft wächst und kann zu diesem Ritual passende Sprüche aufsagen, wie diesen: "Keine Beule an meinem Leibe, kein Bruch an meinem Fuß.". Viel Freude beim Sammeln und Feiern! Termine Das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 17. Juni 2010 ab 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Sommersonnenwende oder Johanni. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/ Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet wieder am 07. September und endet am 23. November 2010. Sie findet immer am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. Anmeldungen sind ab jetzt möglich. http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im September 2010. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. Auch hierfür können Sie sich nun anmelden. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/ Eine weitere Kräuterwanderungen zu Heilpflanzen des Sommers findet im Erpetal am 10. Juli 2010 um 10 Uhr statt. http://www.kristin-peters.de/Kraeuterwanderung/Berlin/11/ Am 17. Juli 2010 ist eine weitere Briesetalwanderung. Wir treffen uns um 10.15 Uhr auf dem S-Bahnhof Borgsdorf und starten von dort in eines der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes. http://www.kristin-peters.de/Briesetalwanderung/Berlin/48/ Ich plane gerade einen Heilpflanzen-Workshop. Dieser Workshop findet in ausgesucht schöner Landschaft statt und beinhaltet nicht nur die Bestimmung, das Sammeln, die Anwendung und Verarbeitung von Heilpflanzen sondern insbesondere das gemeinsame Herstellen von Tinkturen, Salben und Ölen. Sie lernen einige Pflanzen intensiv kennen, so auch ihre Wirkungen und Anwendungen. Wer Interesse an solch einem Wochenend-Workshop hat, kann sich gern schon jetzt bei mir informieren und an der Terminabsprache teilhaben. Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen eine reiche, warme und freudvolle Zeit, die die Kraft des Lichts und die Fülle der Erde wahrnehmen läßt. Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. Mit liebem Gruß Ihre Kristin Peters ![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |