![]() | Spätsommer
Foto: Kristin Peters - Schwärmerraupe
Liebe Freunde und liebe Interessierte, wir bewegen uns auf eines der für mich spannendsten Jahreskreisfeste zu. Die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche bzw. Erntedank wird zwischen dem 20. und 23. September gefeiert. Das Schnitterfest liegt inzwischen schon wieder 3 Wochen hinter uns. Erntedank ist für mich die Erinnerung, daß nach getaner Arbeit die Ernte eingebracht wird. Was werde ich dieses Jahr ernten können? Es war für mich ein Jahr der Auseinandersetzung und des Zurückgeworfenseins auf mich. Im Laufe der Jahreszeiten wuchsen Bewußtheit und Erkenntnis wie gehegte Pflänzchen, die die Bedürfnisse und die Notwendigkeit für Veränderungen reifen ließen. Auch das Durchschneiden, Trennen, den scharfen Schnitt setzen zu können, um prachtvolle Fülle zu ernten, wie es das Schnitterfest symbolisiert, gehörten für mich dieses Jahr dazu. Noch aber ist nicht Erntedank, noch ist die Arbeit nicht getan. Die Ferien- und Urlaubszeit ist beendet und damit wird der Endspurt für dieses Jahr eingeleitet.
Das Jahr unserer Vorfahren erlebte im Erntedankfest einen prachtvoll gefeierten Höhepunkt. Mit dem darauffolgenden Jahreskreisfest, Allerseelen, Halloween oder Samhain, ging das Jahr unserer Vorfahren schon zu Ende bzw. das neue Jahr begann. Im Mitschwingen der Jahreszeiten und deren Ausstrahlung ist der Herbst, die Zeit zwischen Erntedank und Samhain, die Zeit des Bilanzziehens. Darauf freue ich mich, das ist spannend, besonders dieses Jahr, und läßt mich die Kraft finden, ebenso in den Endspurt zu gehen. Bis zum Herbst bleiben uns einige Tage bzw. Wochen. Wir befinden uns derzeit im Spätsommer, der durch die Reife von zahlreichen Früchten wie Frühapfel, Felsenbirne und Frühzwetschge, aber auch der Vogelbeere gekennzeichnet ist. Zeitgleich beginnt die Blüte des Heidekrauts und der Herbst-Anemone. Die Getreideernte ist weitgehend abgeschlossen, die zweite Heuernte (Grummet) findet statt. Zeigerpflanzen für den beginnenden Frühherbst sind schließlich die dann blühende Herbst-Zeitlose sowie die einsetzende Reife von Schwarzem Holunder und Haselnuß. Geerntet werden im Frühherbst unter anderen Birnen und Zwetschgen. Auch Wildpflanzen und Heilkräuter haben Saison, insbesondere im sogenannten Frauendreißger. Der Frauendreißiger bezeichnet die Zeit zwischen den Festen Mariä Himmelfahrt am 15. August und Mariä Namen am 12. September. Sein Ursprung liegt in der konkreten Erfahrung, nach der diese Spanne als besonders günstige Zeit für das Sammeln von Kräutern gilt, denen dann ihre größte Heilkraft zugeschrieben wird. Viele dieser Heilpflanzen waren in vorchristlicher Zeit weiblichen Gottheiten geweiht. Der Brauch wurde in das Christentum übernommen. Insbesondere im bayerisch-tirolerischen Alpenraum ist der Frauendreißiger seither eine Periode ausgeprägter Marienverehrung. Die in Bayern mit dem Frauendreißiger verbundenen Sitten und Gebräuche sind anschaulich in dem Roman Rumpelhanni (1916) von Lena Christ beschrieben. Zu Ehren der Patrona Bavariae und anläßlich der mit dem Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verbundenen Kräuterweihe finden zahlreiche Abendandachten und Wallfahrten statt. Des weiteren werden nach uraltem Brauch noch immer in dieser Zeit Kräuterbuschen, Weihebüschel usw. gebunden und, wie eben erwähnt, in der Kirche geweiht. Sie bestehen aus Heilpflanzen des Spätsommers, wie Rainfarn, Beifuß, Goldrute, Johanniskraut, Wilde Möhre und vielen mehr. In der Mitte dieses Strausses befindet sich traditionell oft die Königskerze. Umrahmt werden diese Kräuter von niedrig wachsenden Heilpflanzen. Zu den niedrig wachsenden Kräutern zählt der bei uns heimische Thymian, der auch Quendel oder Feldthymian genannt wird. Er wurde intensiv von unseren Vorfahren als Heil-, Ritual- und Gewürzpflanze genutzt und ist gerade auch in unserer Region mit den trockenen Sandböden und Kiefernwäldern typisch. Die Tinktur oder der Tee dieser aromatischen Heilpflanze ist sehr hilfreich bei Husten, Bronchialerkrankungen, wie Asthma, Keuchhusten, Lungenentzündung, und Erkältungen. Der Quendel wirkt schleimlösend, auswurffördernd, keimtötend und krampflindernd. Zusätzlich ist er ein Stärkungsmittel und unterstützt die körpereigene Abwehr. Tinktur oder Tee können ebenso als Mundspül- oder Gurgelwasser bei Halsschmerzen sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt werden. Des weiteren fördert dieses kriechende und bodendeckende Pflänzchen die Verdauung, besonders die Fettverdauung, heilt Magen- und Darmkrankheiten, z.B. Darm- und Bauchkrämpfe, Gärungsbeschwerden, Durchfall, Blähungen und Appetitlosigkeit. Innerlich und äußerlich angewandt hilft er bei unreiner Haut und Akne. Auch bei Fuß- und Scheidenpilz findet er Anwendung. Aus den selbstgesammelten Pflanzen können Sie sich Tee, Tinktur oder ein eigenes Heilöl für Bäder, Massagen und Einreibungen herstellen. Daneben ist Quendel ein ausgezeichnetes Würzkraut und kann vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Ich schätze ihn desgleichen als duftendes und hilfreiches Räucherwerk. Viel Freude beim Sammeln und Verwenden! Termine
Das Diakonie-Hospiz Wannsee stellt sich vor mit einem Stand beim „Tag der offenen Tür" des Immanuel-Krankenhauses. Am 28.08.2010 von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr geben die Mitarbeiter des Diakonie-Hospiz Wannsee Auskunft über den Alltag und die Arbeit im stationären und ambulanten Hospiz. In der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr besteht die Möglichkeit das stationäre Hospiz zu besichtigen. http://www.diakonie-hospiz-wannsee.de/ Am Sonntag, den 29.08.2010 um 10.30 Uhr findet auf dem Gelände des Siemensparks, hinter dem Immanuel-Krankenhaus, der Parkgottesdienst statt. Am 28. August 2010 findet eine weitere Briesetalwanderungen zu den Heilpflanzen des Spätsommers statt. Wir treffen uns um 10.15 Uhr auf dem S-Bahnhof Borgsdorf und starten von dort in eines der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes. http://www.kristin-peters.de/Briesetalwanderung/Berlin/48/ Die Kräuterwanderungen im Erpetal ist am 05. September 2010 um 10 Uhr. http://www.kristin-peters.de/Kraeuterwanderung/Berlin/11/ Zu den Heilpflanzen des Herbstes gibt es am 19. September 2010 dort eine weitere Kräuterwanderung. Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet wieder am 07. September und endet am 23. November 2010. Sie findet immer am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. Anmeldungen sind noch möglich. http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/ Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im September. Am 06. September geht es los, vierzehntägig, Montags von 18 bis 20.30 Uhr. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. Auch hierfür können Sie sich anmelden. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/ Am 15. September 2010 berichte ich über Wirkungsweisen von Liebespflanzen aus dem heimischen Garten in der Talkshow des Erotischen Salons. Seit 2005 stellen Silke Maschinger und Enno E. Peter in der Talkshow des Erotischen Salons Menschen vor, die sich mit den Bereichen Erotik und Sexualität auseinander setzen. Respektvoll, humorvoll und doch immer wieder auch kritisch befragen sie ihre Experten, was ihr Leben und ihre Arbeit mit dem Thema verbindet. Die Salon-Besucher können zuhören, Fragen stellen oder sich hinterher mit anderen aufgeschlossenen Gästen unterhalten. Anmeldungen und weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.erotischer-salon.de/category/zukuenftige-veranstaltungen/ Das Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde ist am 16. September 2010 um 18 Uhr. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Erntedank oder Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Das nächste Seminar findet am 28. Oktober 2010 statt. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/ Am 30. September 2010 führe ich ein Seminar mit dem Titel: "Das geht mir an die Nieren - Schutz und Unterstützung im Alltag" im Rahmen der Akademie der Björn-Schulz-Stiftung durch. Genauere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: http://www.bjoern-schulz-stiftung.de/vortraege-143.html Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich hoffe, Sie konnten den Sommer genießen und Erholung finden. Ich wünsche Ihnen Kraft und Ausdauer für die bevorstehende Zeit. Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter. Herzlichen Dank! Möchten Sie keine Informationen von mir erhalten, genügt eine kurze Nachricht. Mit liebem Gruß Ihre Kristin Peters
![]() Papaver
Pflanzenheilkunde Räucherheilkunde Heilrituale Dr. Kristin Peters Tel: 030/ 53 21 99 89 E-Mail: post@kristin-peters.de http://www.kristin-peters.de// Schmollerplatz 22 12435 Berlin |