Vollfrühling

Obstbluete

Obstblüte

Liebe Freunde und liebe Interessierte,

das Jahreskreisfest Walpurgis oder Beltane liegt nun fast 3 Wochen hinter uns. Das nächste Jahreskreisfest ist die Sommersonnenwende, die am 21. Juni gefeiert wird. Wie ich im letzten Rundbrief schrieb, läutet Walpurgis den Wonnemonat Mai ein. Genau darüber wollte ich diesmal schreiben, über eine der schönsten Zeiten im Jahr. Wenn ich aus dem Fenster schaue oder an meine Aufenthalte im Freien denke, fällt es mir tatsächlich schwer, den Wonnemonat  Mai in all seiner Pracht zu lobpreisen. Es ist kalt, düster, wie so oft, windig, ja sogar stürmisch und der Regen läßt nicht auf sich warten. Das ist alles andere als wonniglich. Nun, ich möchte mich nur ein wenig beklagen und hoffe, es geht lediglich mir so.

Die Wetterprognose nach dem hundertjährigen Kalender liest sich entsprechend: Der Wonnemonat Mai ist recht verregnet. Ab dem 4. droht stürmisches, nasskaltes Wetter, das bloß von kurzen Aufheiterungen unterbrochen wird. Zwischen dem 18. und 23. besteht noch am ehesten Aussicht auf Wetterbesserung, dann gibt es wieder reichlich Sturm. Die Prognose zum Juni laß ich an dieser Stelle weg, um Hoffnung auf Besserung nicht zu zerstören.

Immerhin haben wir jetzt den Vollfrühling, der durch die Blüte von Kulturapfel und Flieder, später auch von der Himbeere gekennzeichnet ist. Der Vollfrühling startet meist Ende Februar im Südwesten von Portugal und erreicht ca. 90 Tage später das etwa 3.600 km entfernte Finnland. Er zieht in Europa also mit ca. 40 km pro Tag nordwärts. Die Stiel-Eichen treiben Blätter. Auf den Feldern gehen Futterrüben, Kartoffeln und Wintergetreide auf.

Für die Heilkundigen war und ist der Mai Erntezeit. Nach den ersten Frühlingskräutern, die vor allem gegessen, getrunken und zu rituellen Kultspeisen verarbeitet wurden, wächst gegenwärtig eine Fülle an wichtigen Heilpflanzen heran. Gesammelt werden beispielsweise vom Weißdorn Blätter und Blüten, um sie frisch oder getrocknet für Tees zu verwenden oder um mit Ihnen Herzschnäpse und -weine anzusetzen. Des weiteren werden Waldmeister, Birkenblätter, Gundermann, Brennessel, Fichten-, Kiefer- und Tannenspitzen, Löwenzahnblüten und -blätter und vieles mehr geerntet. Für beliebte selbstkreierte Haustees können gerade Erdbeer-, Himbeer- und Brombeerblätter gepflückt werden. Besonders Kräutlein, die der Liebe und der Steigerung der Fruchtbarkeit dienen, haben derzeit Saison. Dazu gehört natürlich die Rose, eine unser schönsten und bedeutsamsten Liebespflanzen, die ebenso eine hervorragende Heilpflanze darstellt. Auch Melisse, Frauenmantel und Rosmarin können das erstmal beerntet werden. Liebe Frauen, wenn Sie mögen, essen Sie die frischen, knackigen, wohlschmeckenden Hopfensprossen, die wir in großer Anzahl finden in Salat oder Quark usw. Sie galten schon unseren Vorfahren als beliebte Frauenkultspeise und sind heute noch Delikatesse und anregendes Aphrodisiakum, allerdings entfaltet sich diese Wirkung ausschließlich bei Frauen. Zur Ernte bevorzugen sie trockenes Wetter, insbesondere zum Sammeln von Blüten und Pflanzen mit ätherischen Ölen sollte sogar die Sonne scheinen.

Termine


Am 29. Mai und 12. Juni 2010 finden weitere Kräuterwanderungen im Briesetal statt. Wir treffen uns um 10.15 Uhr auf dem S-Bahnhof Borgsdorf und starten von dort in eines der schönsten Naherholungsgebiete des Berliner Umlandes. Wir wandern durch einen Teil des Landschaftsschutzgebietes Westbarnim, entlang des reizvollen Briesetals. Dabei durchlaufen wir Nadel- und Mischwälder sowie Erlenbruch, streifen Wiesen und Feuchtgebiete, begleitet von ständigem Vogelgesang, und begegnen mit etwas Glück Biber, Reiher und vielem mehr. http://www.kristin-peters.de/Briesetalwanderung/Berlin/48/
Hier sind einige Impressionen aus dem Briesetal von Wanderungen im April und Mai für Sie bereitgestellt.

Die nächsten Kräuterwanderungen im Erpetal sind am 22. Mai und 05. Juni 2010, immer um 10 Uhr. Wir wandern durch das sehenswerte Landschaftsschutzgebiet Erpetal. Fast noch in Berlin, bietet das Erpetal Erholung und Entspannung in schöner Natur mit typischen Pflanzen und Tieren unserer Region.  Sie lernen einige Heil- und Wildpflanzen intensiv kennen, erlernen die Bestimmung der Pflanzen, erfahren etwas über ihren gesundheitlichen Nutzen und ihre Anwendungen und erhalten Vorschläge zur Zubereitung und Verarbeitung. Dabei ist Zeit zum Sammeln einiger regionaler Wild- und Heilkräuter. http://www.kristin-peters.de/Kraeuterwanderung/Berlin/11/

Das nächste Seminar zur Einführung in die alte Tradition der Räucherheilkunde findet am 17. Juni 2010 ab 18 Uhr statt. Zusätzlich gibt es Anregungen zum Jahreskreisfest Sommersonnenwende oder Johanni. http://www.kristin-peters.de/Seminar/Berlin/13/

Die Phytotherapieausbildung, für alle, die Pflanzenheilkunde anwenden möchten, startet wieder am 07. September und endet am 23. November 2010. Sie findet immer am Dienstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. http://www.kristin-peters.de/Phytotherapieausbildung/Berlin/25/

Die nächste Aufbau-Ausbildung zur Vertiefung der Grundlagen der Phythotherapie-Ausbildung beginnt ebenfalls im September 2010. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung. Im ersten Teil der zweieinhalb Stunden stehen Fallbeispiele aus der Praxis und dem Leben der TeilnehmerInnen im Vordergrund. Befindlichkeitstörungen, Probleme und Krankheiten werden gemeinsam besprochen und entsprechende Lösungen dazu erarbeitet. Im zweiten Teil der Aufbauausbildung werden weitere wichtige Heilpflanzen intensiv vorgestellt, wie Johanniskraut oder Baldrian, und die Auseinandersetzung mit wichtigen phytotherapeutischen Themen, wie Heilpflanzen für die Augen, ermöglicht. http://www.kristin-peters.de/Aufbauausbildung/Berlin/50/

Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anmeldungen, Anregungen, Nachfragen, Terminvereinbarungen und Einkäufe. Ich wünsche Ihnen eine kraftvolle und leidenschaftliche Zeit in Fülle, viel Freude am Leben und die Zeit, Schönheit und Reichtum zu genießen. 

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Mit liebem Gruß
Ihre Kristin Peters
 
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Dr. Kristin Peters

Tel: 030/ 53 21 99 89
E-Mail: post@kristin-peters.de
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